
Angefangen hat alles mit einer guten Idee. Das war 1988. Damals wurde die Hamburger Gesundheitshilfe als gemeinnütziger Verein gegründet, um Menschen, die Unterstützung brauchen, mit bedarfsgerechten Leistungen der Alten- und Krankenpflege ein Leben nach eigenen Vorstellungen in der vertrauten häuslichen Umgebung zu ermöglichen und das öffentliche Gesundheitswesen durch geeignete Projekte zu unterstützen und zu erweitern. So z. B. durch die schon 1989 ins Leben gerufene Beratungsstelle CHARON für psychosoziale Hilfen im Umgang mit Sterben, Tod und Trauer.
Bereits 1993 wurde die Hamburger Gesundheitshilfe für ihr engagiertes und umfassendes Angebot vom damaligen Bundesministerium für Familie, Frauen und Jugend ausgezeichnet.
Das Herzstück unserer Arbeit ist auch heute die Alten- und Krankenpflege zu Hause. Um den besonderen Bedürfnissen junger, altersverwirrter, unheilbar erkrankter und sterbender Menschen gerecht zu werden, sind unsere spezialisierten Fachpflegeteams im Einsatz.
Ein Anliegen ist uns ebenfalls die psycho-soziale Betreuung von Menschen in schwierigen Lebenssituationen. Unser multiprofessionell besetztes Team vom DOCK 132 bietet personenbezogene Hilfen für psychisch kranke Menschen (PPM) an.
Immer ist uns im Zusammenhang mit der professionellen pflegerischen Versorgung die menschliche Begleitung wichtig. Das drückt sich in unserer Arbeitshaltung aus, aber auch in Angeboten zur ehrenamtlichen Unterstützung und unabhängigen Beratung.
Als "lernendes Modell" richten wir unsere Leistungen immer wieder neu auf die jeweiligen Erfordernisse und die sich wandelnden Bedarfe aus. Dabei scheuen wir uns auch nicht, neue Pfade im Gesundheitswesen zu bahnen, wo es aus unserer Sicht nötig ist. So z.B. im Bereich der ambulant betreuten Wohngemeinschaften für demenziell erkrankte Menschen oder für junge Erwachsene.
Ein besonderes Anliegen ist es uns, das Sterben zu Hause zu ermöglichen. Als Kooperationspartner im Hamburger Palliativ- und Hospiznetz, als auch als Mitglied im Palliativ Care Team Ost und Palliativ Care Team Alster tragen wir im Verbund mit anderen Einrichtungen dazu bei, dass Menschen am Ende des Lebens palliativmedizinisch, -pflegerisch, psychosozial und spirituell angemessen betreut werden.
Es gelingt der gemeinnützigen Hamburger Gesundheitshilfe seit 1988 immer wieder neu zu überzeugen: auch öffentlich. Und das ist wichtig. Denn wer heute ambulante Pflege engagiert im Sinne der betroffenen Menschen und nicht als Mangelverwaltung betreiben will, wer neue Projekte im Gesundheitswesen etablieren will, braucht finanzielle Förderer. Unser Dank gilt allen, die unsere Arbeit durch private Spenden und öffentliche Förderung unterstützen.